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Soljanka Gisela

Diese Soljanka ist auf Basis eines Rezepts meiner Tante Gisela entstanden, meine Familie mütterlicherseits lebte in der ehemaligen DDR, meine Mutter war die einzige die sich in den 1950ern in den Westen aufgemacht hat. Das ist somit eher die DDR Version der Soljanka, die Original-Soljanka besteht aus Kraut, saurer Sahne und Salzgurken, das wollte ich meinem Gaumen noch nicht antun.

Wie viele Eintopfgerichte schmeckt die Soljanka so richtig gut nach dem zweiten oder dritten aufwärmen. Deswegen ist sie gut geeignet um größere Mengen zuzubereiten und wieder aufzuwärmen oder auch schon mal am Wochenende kochen und unter der Woche aufwärmen. Abgepackt in Vorratsdosen mit Deckel kannst du die Soljanka ca. eine Woche im Kühlschrank aufbewahren.

und hier das vollständige Rezept als PDF: Soljanka

Gesunde Ernährung

Noch ein kleines Statement von mir zur gesunden Ernährung.

Mein Ziel ist es gesund alt zu werden und dann (auch wenn es paradox klingt) gesund zu sterben. Mir geht es darum mein Leben zu genießen auch mit 70, 80 oder vielleicht sogar 90 noch etwas unternehmen zu können, beispielsweise mit meinen Enkeln und vielleicht Urenkeln spielen und toben zu können, mit dem Fahrrad zum Baggersee fahren oder mal eine kleine Bergwanderung machen zu können. Und am Ende mit einem „Yessss, das war ein endgeiler Ritt!“ abzutreten.

Ich möchte nicht die letzten 15 Jahre meines Lebens im Rollstuhl im Pflegeheim sitzen und das Schnitzel aus der Schnabeltasse saufen. Natürlich hat das auch etwas mit Glück und Veranlagung zu tun. Eine wichtige Grundlage dafür ist aber eine einigermaßen gesunde Ernährung und ein einigermaßen gesunder Lebensstil.

„Einigermaßen“ heißt, dass ich dazu kein Modellathlet sein will und täglich fünf Stunden ins Fitnessstudio renne. Auch das eine oder andere Bierchen werde ich mir schmecken lassen. Aber wir Menschen haben uns hunderttausende oder Millionen Jahre gesund ernährt mit saisonalen Nahrungsmitteln aus der Region und haben uns viel bewegt. Dass fast jeder ein Auto besitzt und Fertigfutter aus der Dose, Tüte oder Tiefkühltruhe frisst gibt es im Wesentlichen erst seit 30, 40 maximal 50 Jahren. Ob uns das wirklich gut tut weiß ich natürlich nicht, ich bin kein Wissenschaftler, na ja und auch das würde nichts nutzen, wenn Du fünf Wissenschaftler fragst bekommst Du acht Meinungen. Wenn ich mich aber so umsehe und mal die eine oder andere Information aus der Glotze, dem Internet oder Zeitungen weiterverfolge glaube ich, dass uns das nicht wirklich gut tut.

Du bist was du ist

Zusatzstoffe in den Lebensmitteln, Gammelfleisch, Tierseuchen, Insektizide und parallel dazu steigt das Übergewicht in Deutschland. Ernährungsbedingte Krankheiten wie Diabetes schon bei Kindern. Herz-/Kreislauferkrankungen, Krebs und vieles mehr was (zumindest immer wieder mal) mit falscher Ernährung in Zusammenhang gebracht wird. Ja, wir haben eine zunehmende Lebenserwartung, das hat aber eher mit der besseren medizinischen Versorgung zu tun (z. B. hat die Erfindung des Penicillins die durchschnittliche Lebenserwartung um 16 Jahre erhöht) und ich weiß nicht ob das dahinvegetieren mancher unserer älteren Zeitgenossen angeschlossen an Maschinen in Krankenhäusern und Pflegeheimen wirklich noch als Leben bezeichnet werden kann.

Die gesündesten Menschen Europas leben auf ein paar griechischen Inseln und in Süd-Sizilien, die Menschen mit der längsten Lebenserwartung auf einer Insel in Japan. Und was haben die gemeinsam? Sie sind verhältnismäßig arm, deshalb sind sie als Kunden für Fertigfraß, Coca Cola und McDonalds relativ uninteressant und können sich das auch weniger leisten. Deshalb essen sie regional und saisonal das was es gibt. Viel Gemüse, selbstgemachte Lebensmittel, Fleisch und Fisch aus eigener Zucht bzw. frisch gefangen.

Wenn man dann auch noch bedenkt welchen Umweltgiften wir sonst noch ausgesetzt sind, ohne dass wir es wissen oder vermeiden können. Abgase, Feinstaub, Rückstände aus der Geschirrspülmaschine, Waschmittelrückstände in Kleidung (was wird eigentlich in der Reinigung benutzt), Putzmittel im Haushalt – Büro – Restaurant, Weichmacher in Folienverpackungen von Lebensmitteln und Getränken, Hautcreme, Rasierwasser, Parfüm, Deo, Schminke, Ausdünstungen aus Klimaanlagen – Teppich – Putz – Wandfarben – Polstermöbeln (Schaumstoff) – Holz usw. Da möchte ich zumindest dort wo ich es beeinflussen kann auf gesunde, natürliche Rahmenbedingungen zu achten.

Wie weiter oben schon gesagt bin ich bei dem Thema auch nicht der Apostel persönlich. Und ich habe meine Ernährung auch nicht von heute auf morgen auf gesund umgestellt, außerdem ist es hin und wieder einfach und schnell eine TK-Pizza in den Ofen zu stecken. Wenn ich nicht mittlerweile Vegetarier wäre, könntest du mich auch mal beim Fastfoodrestaurant antreffen, allerdings sicher nicht öfter als zwei- oder dreimal im Jahr. Ein wahrscheinlicher Effekt davon ist, dass ich abgenommen habe und das eine oder andere Zipperlein welches mich schon mal geplagt hat nicht mehr auftaucht, beispielsweise Neurodermitis.

Eine interessante Doku zum Thema Fastfood ist übrigens der Film „Super Size Me“, den du dir mal auf youtube ansehen kannst: https://www.youtube.com/watch?v=7xHTPdDwilc

Weitgehend esse ich heute nur noch gesunde Gerichte und das ist auch gar nicht besonders schwer deswegen stelle ich in diesem Blog einige Gerichte vor, die Tüten- und andere Fertiggerichte ersetzen und fast genauso schnell und einfach zuzubereiten sind.

Werkzeug

Pfannen, Töpfe und Küchenwerkzeug

Bestimmt hast Du Dir im Baumarkt schon mal einen 108-teiligen Gabelschlüsselsatz für 19,90 gekauft. Und was hat er getaugt? Bei der ersten festsitzenden Schraube verbogen? Genau so ist es bei Küchenutensilien, ich habe mir auch den einen 17-teiligen Messersatz mit Messerblock für 9,90 oder eine superbillige Pfanne für 4,90 zugelegt. Lag alles nach relativ kurzer Zeit in der Tonne, hochwertiges Küchenwerkzeug kostet etwas mehr hat aber eine erheblich längere Lebensdauer und erleichtert die Arbeit.

Gleich ein grundsätzlicher Tipp, kauf dir alles Spülmaschinengeeignet, auch wenn du jetzt noch keine Spülmaschine hast. Ich habe anfangs auch nicht darauf geachtet, später hat sich ein Schneidbrett teilweise in der Maschine aufgelöst. Pfannen und Töpfe solltest du dir auch gleich für alle Herdarten geeignet kaufen, falls du mal umziehst und dann einen Induktionsherd hast, musst du nicht alles neu kaufen.

Messer:

Wenn Du einmal Fleisch mit einem Messer aus dem oben genannten Messersatz für 9,90 und dann mit einem hochwertigen Messer geschnitten hast, fliegt der Messersatz zusammen mit dem Messerblock in hohem Bogen aus dem Fenster (mach es bitte vorher auf). Die ersten beiden Damastmesser habe ich von einem befreundeten Paar zum Einzug bekommen. Meist kaufe ich mir nur noch hochwertige Damast- oder Keramikmesser, klar die kosten mehr, taugen aber auch erheblich mehr. Einfach auch mal auf Sonderangebote achten, vor kurzem habe ich ein wirklich hochwertiges Fleischmesser bei NETTO für 20,– € bekommen. Da habe ich dann gleich zwei genommen.

Als Basisausstattung brauchst Du drei Messersorten, ein oder mehrere große Kochmesser zum Beispiel zum Schneiden von Fleisch, dieses hier habe ich selbst und bin davon seit über 2 Jahren begeistert.

Kleinere Gemüsemesser zum schneiden und putzen von Gemüse, schneiden von Zwiebeln usw., da haben sich mittlerweile 8 Stück bei mir angesammelt, unter anderem zwei Exemplare von diesem hier, der grüne Lack auf der Klinge ist ein bisschen abgesprungen, das sieht optisch nicht schön aus, aber auch noch seit Jahren sehr scharf obwohl sie unentwegt im Einsatz sind.

Und ein großes Säge-/Brotmesser wie der Name schon sagt zum schneiden von Brot aber auch große Salatköpfe, Wassermelonen und ähnliches lässt sich mit diesem Messer gut schneiden.

Zum sehr klein schneiden (hacken) von Zwiebeln, Knoblauch oder ähnlichem eignen sich auch Wiegemesser. Nimm Dir ein Wiegemesser mit nur einer Klinge, bei zwei oder mehr Klingen setzt sich zwischen den Klingen das Schneidgut fest, beim rausfummeln hatte ich schon den einen oder anderen unschönen Unfall.

Lies dazu auch meinen Beitrag zur richtigen Pflege von Kochmessern.

Pfannen:

Absolut unverzichtbar! Ich bin mittlerweile ein kleiner Pfannenfetischist, ich habe Pfannen in verschiedenen Größen, Wokpfannen, mit hohem Rand, mit niedrigem Rand, viereckig, Steakpfanne, mit Glasdeckel…, ich geb’s zu einige musste ich schon in den Keller auslagern. Viele schnelle, einfache Gerichte kannst du in Pfannen optimal machen.

Wie bei den Messern auch schon gesagt kauf Dir lieber wenige gute Pfannen als irgendeinen Billigschrott bei dem die Beschichtung nach zweimaligem benutzen den Geist aufgibt. Die Hersteller sagen zwar, dass das unschädlich ist, aber Grünenthal sagte in den frühen 1960ern auch, dass Contergan nicht schädlich sei. Ich habe ältere Billigexemplare mit mehrerer Tefal Pfannen ausgetauscht, damit habe ich sehr positive Erfahrungen gemacht, die Beschichtung ist auch nach längerem Einsatz noch nicht zerkratzt. Außerdem gibt es Modelle mit „Thermo-Spot“, das ist ein roter Punkt in der Mitte der seine Farbe verändert wenn die Pfanne die richtige Temperatur erreicht hat, eine recht zweckmäßige Ausstattung gerade für Anfänger. Ich habe diese Wokpfanne (etwas älteres Modell mit einem helleren Griff) seit bestimmt vier Jahren im Einsatz und noch keinen einzigen Kratzer drin.

Die Basisaustattung sind eine leichte, beschichtete Pfanne für Eiergerichte, Schinkennudeln usw. (diese hier habe ich in der Größe mit 24 und 28 cm im Einsatz) und eine schwere Schmorpfanne für Fleischgerichte wie Steaks und zum Beispiel Gemüsegerichte, Kartoffelpfannen mit langer Schmorzeit. Da habe ich zwei uralte, die glaube ich noch aus dem Nachlass meiner Mutter stammen. Wenn ich mir heute eine neue kaufen würde, würde ich eine wie diese hier nehmen die einen Deckel und einen hohen Rand hat, was für Gerichte wie Hirsotto, Risotto, Gulasch usw. sehr vorteilhaft ist. Empfehlenswert ist außerdem eine Wokpfanne, Wokgerichte sind ebenfalls sehr schnell und einfach zuzubereiten.

Töpfe:

Bei Töpfen achte ich darauf wie die Griffe angebracht sind, wenn Du die Teile aus der Spülmaschine holst und die Griffe hohl und offen sind, schüttest Du Dir gerne mal eine ekelhafte Suppe die sich in diesen Griffen sammelt über die Hose. Wenn die Schrauben die den Griff am Deckel halten innerhalb kurzer Zeit rosten hast Du auch ins Klo gefasst.

Meinen kleinen Schnellkochtopf liebe ich mittlerweile heiß und innig, weil man viele Gerichte schnell und einfach zubereiten kann.

Schüsseln und Auflaufformen

Mehrere Schüsseln in verschiedenen Größen zum Vorbereiten von Zutaten beim Kochen selbst, zum anmachen von Salaten und zum Servieren.

Am besten eine große und eine kleine Auflaufform für Gratins und andere Ofengerichte.

Flaschenöffner und Korkenzieher

Ich denke, das brauche ich eigentlich nicht erwähnen, nur der Vollständigkeit halber. Die wichtigsten Utensilien in Deiner Küche sind Flaschenöffner und Korkenzieher, solltest Du mehrere an verschiedenen Stellen aufbewahren.

Sonstiges

  • Dosenöffner
  • Frischhalteboxen mit Deckel zum aufbewahren bzw. einfrieren
  • Geflügelschere
  • Handrührgerät
  • Kochlöffel (mehrere)
  • Pfannenwender (mehrere)
  • Pürierstab
  • Reibe (evtl. eine Vierkantreibe mit verschieden groben und feinen Löchern)
  • Rühr- und Messbecher
  • Schere
  • Schneebesen
  • Schneidbretter groß und klein
  • Schöpfkellen (mehrere, vielleicht verschiedene Größen)
  • Siebe (grobes für Nudeln, feinlöchrig zum Beispiel zum abgießen von Doseninhalten)
  • Sparschäler
  • Topflappen oder -handschuh
  • Waage
  • Wasserkocher
  • Zitruspresse

Nice to have

  • Knoblauchpresse (kann man auch mit der Messerbreitseite oder einem Löffel zerdrücken)
  • Schnellkochtopf (der Deckel ist schlecht zu reinigen)
  • Römertopf, Bräter zum schmoren usw.
  • Schaumlöffel zum herausheben von Knödeln
  • Spezialmesser zum tranchieren von Fleisch
  • Standmixer (meine Kids machen damit gerne mal eine Bananenmilch, oder ähnliches. Ich selbst benutze ihn alle zwei Jahre mal)
  • Waffeleisen (da ist aber auch die Qualität wichtig, hohe Leistung (hohe Wattzahl))
  • Mörser
  • Kasten- bzw. Springform (für Kuchen oder Brot backen)
  • Nudelholz
  • Salatschleuder

Von  Superduperküchenmaschinen die alles können rate ich dir eher ab, nimmt viel Platz weg in der Küche und wenn mal ein Anbauteil kaputt ist kannst du eventuell die ganze Maschine nicht mehr nutzen oder musst sie teuer reparieren lassen. Vielleicht schaust Du hin und wieder Sendungen wie „Die Küchenchefs“ oder „Rosins Restaurants“ in der Glotze, da habe ich noch nie eine dieser Maschinen gesehen, warum wohl? Kauf Dir lieber ein Handrührgerät, Pürierstab und einen Standmixer einzeln, wenn der Pürierstab kaputt ist brauchst Du nur diesen neu und kannst alternativ den Standmixer benutzen.

Alles was ich bisher zum Preis-/Qualitätsverhältnis geschrieben habe gilt sinngemäß für Essbesteck, Salzstreuer und Pfeffermühle, Teller, Tassen, Gläser und was sonst noch so in der Küche rumkugelt. Da ich mich komplett neu ausstatten musste habe ich öfter zum jeweils billigeren Produkt gegriffen, vieles davon landete mittlerweile im Müll. Es gibt ein altes Sprichwort „wer billig kauft, kauft zweimal“. Kann aber auch seine Vorteile haben, wenn Dich Deine Ex besucht oder mit der neuen Flamme mal der Haussegen schief hängt wird’s nicht so teuer wenn die Tassen mal wieder tief fliegen.