Monthly Archives: Januar 2015

Pastizio à la Sepp

Pastizio ist ein traditioneller Griechischer Nudelauflauf, in Griechenland so bekannt wie Mussaka. Und als alter Griechenlandanhänger muss ich natürlich ein paar griechische Gerichte in Petto haben. Ein ganz neu kreiertes Rezept, meine Tochter hat sich etwas „deftiges“ gewünscht, wahrscheinlich geht ihr mein vegetarisches Zeug auf den Keks.

Allerdings hat mein Pastizio mit dem griechischen Original nicht mehr wahnsinnig viel zu tun, für meine stark vereinfachte Küche wäre das Original zu aufwändig. Weil man da zum Beispiel frische Bechamelsoße dazu braucht, das wäre zwar auch nicht so schwer, aber die Zeitabstimmung mit den anderen Zutaten und 25 Töpfe und Schüsseln einsauen, sparst du dir mit meiner Version.

und hier das vollständige Rezept als PDF: Pastizio

Ehrlich verkaufen

Mein Beitrag zur Blogparade „Ehrlich verkaufen“ von www.trainerlotse.de

Ehrlich verkaufen

Ist das heute überhaupt möglich? Bei dem Überangebot an Produkten und Dienstleistungen? Bei dem gnadenlosen Verdrängungswettbewerb in vielen Branchen?

Ist ein gewisses Maß an „Unehrlichkeit“ beim Verkaufen von Produkten und Dienstleistungen nicht auch die Quittung für unsere weit verbreitete „Geiz ist Geil-Mentalität“? Was kann in so einer Lasagne für 99 Cent beim Discounter überhaupt an Qualität drin sein? Ein großer Teil des Preises wird für Transport, Lagerung, Verpackung, Gewinn usw. verbraucht, das Produkt selbst hat sowieso nur einen Wert von vielleicht 10 bis 15% des Verkaufspreises. Dann wird dir eben Pferdefleisch statt Rindfleisch mit allerbilligstem Analogkäse verhökert oder mal ein bisschen was am Mindesthaltbarkeitsdatum gedreht. Mich wundert das offen gestanden an ein paar Ecken nicht, es scheint mir schon fast ein bisschen „Notwehr“ des Herstellers zu sein.

Zumindest für mich gilt, dass ich an ein paar grundsätzliche Regeln halte, eine Art „Ehrenkodex“ an dem ich mich auch messen lasse. Auch ein Grund warum ich das hier veröffentliche. Vielleicht sollte ein allgemeingültiger „Ehrenkodex“ entwickelt werden den man dann unterzeichnet und als Qualitätssiegel verwendet werden kann.

Ich lerne schon seit meiner Kindheit viel aus dem was ich beobachte und was ich selbst dann so auch nicht machen möchte. Deshalb nenne ich auch ein paar Beispiele was mir da schon so begegnet ist.

Ich lebe das, was ich lehre auch selbst.

Hier heißt das vor allem dass ich alle Rezepte selbst gekocht habe und meine Ratschläge aus meiner eigenen Erfahrung stammen.

Ich verkaufe nur, was ich auch selbst kaufen würde

Wenn ich Windeln für Kleinkinder verkaufe, selbst aber keine Kinder habe, kaufe ich die Produkte natürlich nicht. Aber ich bin so von meinen Produkten überzeugt und informiert, dass ich sie kaufen würde wenn ich sie benötige.

Wenn ich etwas verspreche, liefere ich das auch

Passiert heute gerne bei vielen Angeboten im Internet. Da wird ein (kostenloses) Webinar angeboten „7 Strategien für Dieses oder Jenes“, dann werden 2 Strategien vorgestellt die andern 5 kannst du zum Sonderpreis von heute nur 199,– € kaufen. Natürlich ist es legitim in Webinaren, Kursen usw. seine Produkte anzubieten, aber es ist nicht fair etwas das man als kostenlos angekündigt hat dann doch kostenpflichtig zu machen.

Wenn ich etwas verspreche/anbiete dann liefere ich das auch unabhängig davon für welchen Preis ich es angeboten habe.

Ich schreibe nicht von anderen ab

Gerade im Coachingbereich scheinen schon sehr viele voneinander abzuschreiben. Natürlich ist es legitim Erkenntnisse von anderen darzulegen und für das eigene Konzept anzuwenden, ich muss nicht jedes Rad neu erfinden. Aber sehr oft werden schlaue Sprüche/Zitate/Geschichten ohne Urheberhinweise als eigene Ergüsse verkauft.

Eine Geschichte von einer Bahnfahrt mit tobenden Kindern wo sich am Ende herausstellt, dass die gerade aus dem Krankenhaus kommen in welchem die Mutter verstorben ist, habe ich schon bei fünf Trainern gelesen/gehört und wurde jedes Mal als eigenes Erlebnis dargestellt.

Ich handle immer im Interesse des Kunden, Qualität geht vor Gewinnmaximierung.
Ich sehe mich eher als Einkäufer des Kunden und weniger als Verkäufer.

Diesen Grundsatz habe ich hauptsächlich aus meinem Unternehmen manageyourmedia entwickelt und gilt natürlich auch hier und bei wunsch-gewicht.eu.

Wenn ich beispielsweise bestimmte Küchenwerkzeuge empfehle, dann weil ich wirklich davon überzeugt bin, dass es sich um sehr gute Qualität zu einem angemessenen Preis-/Leistungsverhältnis handelt, auch wenn es sich in einigen Fällen um Affiliatelinks handelt.

Reklamationen

Wenn mal was schief geht, werden Reklamationen oder sonstige Unstimmigkeiten schnell und unbürokratisch im Kundensinne bearbeitet.

Ich sehe meine Kunden und Lieferanten als Partner und pflege einen wertschätzenden Umgang

Habe ich in der Vergangenheit auch nicht immer gemacht indem ich z.  B. die Schuld an einer Terminverzögerung auf den Lieferanten geschoben habe. Wenn ich etwas verbockt habe, dann trage auch ich die Verantwortung dafür.

Herausfinden was der Kunde wirklich braucht

Bei manageyourmedia sind es beispielsweise Anfragen nach „Aufklebern“ da muss ich dann oft klären wofür dieser eigentlich gedacht ist. Outdoor oder Indoor ist schon ein wichtiger Punkt für die UV Stabilität der Druckfarben und des Materials. Wie lange soll der Aufkleber haltbar sein, ist er für eine kurzzeitige Aktion oder soll der ein paar Jahre gut aussehen. Ein Etikett auf einer Weinflasche die auch mal nass wird und ein gewisses Maß an Lebensmitteltauglichkeit braucht. Oder ist er starken Temperaturunterschwankungen ausgesetzt? Auf welche Oberfläche soll er geklebt werden? Soll er wieder ablösbar sein? Viele Fragen die dem Kunden schon auch mal auf die Nerven gehen, aber notwendig um das richtige Produkt zu liefern.

Faires Preis-/Leistungsverhältnis für Kunden und Lieferanten

Mir fällt oft ein gewisses Maß an Schizophrenie auf. Jeder will selbst gut verdienen und seine Leistungen zu einem angemessenen Preis verkaufen. Die gleichen geben sich dann bei Facebook Tipps wo sie kostenlose Bilder herbekommen oder wo auf irgendeiner Website eine Logogestaltung für 25,– € verkauft wird. Der Fotograf oder der Grafiker darf also nichts verdienen? Und wenn der nichts verdient, womit soll er dann meine Dienstleistung bezahlen?

Und jetzt kommst Du!

Was sind Deine Grundsätze für Ehrlichkeit im Verkauf? Schreib mir gerne hier einen Kommentar.